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Carsten Wannhoff & Guido Hinzmann

Spielkritik “Wo ist das Gehirn” von James Ernest

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woistdasgehirnDiese essenzielle Frage können sich bis zu 8 Spieler in diesem Gaudi-Kartenspiel stellen.
In einem Zombie-Frittenbuden-Szenario versucht man als erster seine Handkarten loszuwerden. Wer an der Reihe ist und keine Karte mehr hat, der gewinnt und darf den ach so harten Arbeitstag an der Fritteuse beenden – mit oder ohne Hirn.
Denn die Krux in diesem Spiel: Es gibt nur ein Hirn am Tisch (ein Würfel), das – einmal unachtsam fallen gelassen – meistbietend versteigert wird.
Geboten wird mit Zahlenkarten, reihum darf man eine bieten um das Hirn zu bekommen und die Spielrunde zu beginnen.
Ansonsten hält man Aktionskarten in der Hand, deren Text für einigen Wirbel am Tisch sorgt. Einige dieser Karten darf man nur spielen, wenn man das Hirn besitzt. Ansonsten sind diese Karten tabu.
Die Aktionskarten sorgen mit lustigen Texten für den Austausch von Handkarten, das Umverteilen des Hirns, für neue Bietrunden, weil man unachtsamerweise sein Hirn hat fallen lassen und und und….

Wer immer schon wusste, dass ihn die Gurken bei der Arbeit anstarren, wer lieber nicht wissen will, was genau das ist, was sich Mayonnaise schimpft, wer sich vornimmt, nächstes Mal das Frittiergut lieber mit einer Zange als mit bloßen Händen aus der Fritteuse zu fischen, der ist mit “Wo ist das Gehirn?” richtig beraten.

Das Spiel hat wegen seiner lustigen Gestaltung durchaus Kultpotenzial, es gibt aber 2 Kritikpunkte, die ich hier nicht verschweigen möchte.
Zum einen ist das Truant-Schachtelformat ziemlicher Käse. Es ist unpraktisch und Karten drohen heraus zu rutschen.
Zum anderen empfehle ich, mit nicht mehr als 5-6 Spielern auf Hirnjagd zu gehen. Durch den dauernden Wechsel der Spielerreihenfolge – in Abhängigkeit davon, wer das Hirn erhält – kann es durchaus passieren, dass man in später Sitzposition zum Zuschauer verdammt ist – und zwar für das ganze Spiel.
Abhilfe schaffen vielleicht Hausregeln für die Verteilung der Bietkarten – das müsste man noch testen.

Für Runden, die etwas lockeres, “hirnloses” als Absacker spielen wollen, ist das hier aber eine echte Bank.
Ein paar Aktionskarten mehr wären nett gewesen. Wer weiß, vielleicht gibt es ja mal ne Minierweiterung. ;-)

Ich geh jetzt ne Runde Gehirnfußball spielen – wer kickt mit?

Autor: James Ernest
Verlag: Truant
Anspruch: 1/10
Material: 5/10
Wiederspielreiz: 6/10
3-6 Spieler

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